Reisebericht der Charity-Weltreise 2011 (7)


Honolulu, PHNL - 16.05.2011 - 93 NM - 0:47

Gut vorbereitet war es kein Problem VFR auf der 4L in Honolulu International zu landen. Es war ein grandioses Erlebnis gewesen, Honolulu aus der Luft betrachten zu können. Die Partenavia wurde gleich zu Gene in die Werkstatt gebracht, um für die nächsten 100 Stunden fit zu sein. Air Service Hawaii hatte inzwischen für uns ein günstiges Hotel gebucht und der Leihwagen stand auch bereit.

Den Nachmittag bummelten wir am Strand von Waikiki entlang und ließen so das Fluidum auf uns wirken, was wirklich Spaß machte.

17.05.2011
Mit dem Leihwagen umrundeten wir Oahu. Ein Teil der Südostküste sowie ein Teil der Nordküste waren anschaulich mit blühenden Gärten und tollen Villen. Riesige Ananas-Plantagen begleiteten uns auf der Nordwestroute. Der größte Teil der Ostküste war ebenfalls naturmäßig schön, weil die Straße direkt am Meer entlang führte und auf der Gegenseite die bewaldeten Berge einen tollen Kontrast bildeten. Es gab aber auch schmutzige Abschnitte mit abbruchreifen Holzhütten, wo die Ureinwohner leben.

18.05.2011
Am Vormittag waren wir in der Werkstatt gewesen, um den Arbeitsfortschritt am Flugzeug zu erkunden. Leider können die Mechaniker die ausgefallene Beleuchtung nicht reparieren, das heißt, dass weiterhin in der Nacht mit Taschenlampen geflogen werden muss.

Den ganzen Nachmittag verbrachten wir in Pearl Harbor Historic Center und sahen uns das USS Arizona Memorial an, wo am 7. Dezember 1941 die Japaner einen Großangriff aus der Luft gestartet hatten. In Folge wurde die am Boden stationierte Luftflotte zerstört und die Kriegsflotte versenkt.

19.05.2011
Am Vormittag wurden Honolulu City und das Chinesen-Viertel unsicher gemacht. Das Zentrum ist wunderschön im Grünen eingebettet. Wir gönnten uns ein Mittagsbierchen am Aloha Tower. Bei traumhaftem Sonnenschein faulenzten wir nachmittags am Waikiki Beach.

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Molokai, PHMK - 20.05.2011 - 55 NM - 00:30

Eine komplett andersartig gestaltete Natur erwartete uns auf dieser Insel. So ist es auch mit den Einwohnern. Die meistens verbringen hier ihren Lebensabend in Ruhe wie auch ältere Aussteiger. Durch Hitze verdorrte Hügelgraslandschaften sind weit verbreitet. Im Nordwesten sind sehr schmale Serpentinenstraßen sind zu finden, die im einsamen Nirgendwo enden. Nach dem überfüllten Honolulu war dies eine gefundene Abwechslung für uns.

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Maui, PHOG - 21.05.2011 - 55 NM - 00:30

Heftige Turbulenzen begleiteten uns beim Abflug, Weiterflug und bei der Landung. Der Turm meinte nur, so etwas haben wir am Vormittag noch nie gehabt. Air Service Hawaii hat uns hier am Flughafen einen Leihwagen besorgt sowie eine Unterkunft im Maui Coast Hotel. Um 11.30 Uhr waren wir schon im Hotel und so stand der ganze Nachmittag für die Westumrundung von Maui auf dem Programm. Die Hälfte des Weges führte immer entlang der Küste und der andere Teil schlängelte sich durch die Berge mit tollen Ausblicken über die senkrecht abfallenden Klippen aufs Meer. Auf dem Rückweg wurde noch bei Safeway Halt gemacht, wo wir ein gegrilltes Hähnchen und Budweiser erstanden und somit war das Abendessen gerettet.

22.05.2011
Heute war der Tag der großen Inselrundfahrt. Die Fahrt führte vom Norden schnurstracks an die Südküste. Die Straße war beiderseits von Jakarandabäumen gesäumt, die in ihrer blauvioletten Blütenpracht standen. Die Südküste ist eine einsame und trockene Vulkanlandschaft von den Bergen bis an die Küste. Fallwinde von 100 km/Std. und mehr pusteten uns fast weg. Hier verirren sich kaum Menschen und Fahrzeuge sind auf der sehr schmalen, zuweilen nur einspurig zu befahrenden, nicht geteerten Straße eine Rarität.

Am Ende des Weges besuchten wir das Grab von dem Flugpionier Charles A. Lindberg. Die West- und Nordseite entpuppten sich als reiner Urwald. Hier regnen sich täglich die Wolken ab. Die Autofahrt auf jener Straße glich einem Hürdenlauf aufgrund der unendlich vielen Engstellen an diversen Brücken. Von hier aus genossen wir das Panorama der Wasserfälle und Flussläufe, die sich ihren Weg aus den Bergen bahnten.

Noch am Spätnachmittag fuhren wir auf den Haleakala-Vulkan bis auf 3055 m Gipfelhöhe. 1/3 war in Wolken gehüllt, aber 2/3 ließen den Blick bis in die Täler und an die Küste frei.

Es war eine traumhafte und nie zu vergessende Tour gewesen.

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Ralf & Marga Hannemann, 2011