Reisebericht der Charity-Weltreise 2011 (6)


Weno Isl./Chuuk, PTPK - 08.05.2011 - 558 NM - 4:42

Wieder einmal ein Taschenlampen-Nachtflug nach Chuuk, aber es muss gehen oder besser gesagt “fliegen”.

Wer es nicht weiss, am Airport ist die mikronesische Mafia versammelt. Vom Kleinen bis zum Airportmanager sind alle korrupt, boshaft, unhöflich und verdrehen alles zu ihrem Vorteil und normale Regeln gelten nicht. Rundherum sahen uns nur Dollaraugen an, von denen wir ausgenommen wurden. Eine halbe Nacht und einen gesamten Vormittag dauerten die Prozeduren für die Einreise und fast das gleiche beim Abflug.

Chuuk ist noch dreckiger und erbärmlicher als Tonga. Es ist nur ein Tauchparadies nach all den japanischen Kriegsschiffen. In 50 Jahren wird es ein Paradies werden nach massenhaft auszubuddelnden Schrottautos und anderem Müll. Die Paradiese im Pazifik gehen alle zu Grunde. Es gibt nur noch dollarschwere Enklaven wie in Bora Bora oder sonst wo. Aber verlässt man diese Mauern steht man direkt im Dreck.

Unser Freund Mason in Chuuk gebührt ein grosses Lob, der uns mit viel Liebe und Mühe versuchte, den Aufenthalt zu erleichtern.

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Pohnpei, PTPN - 10.05.2011 - 382 NM - 3:07

Es geht auch anders. Hier wurden wir mit einem Willkommen in Pohnpei empfangen und moderate Gebühren erwarteten uns. Der Geier-Flyer wurde hier aufgetankt, was bereits Monate vorher arrangiert wurde. Eine komplett gegenteilige Insel zu Chuuk. Ein Dreistunden-Ausflug nach Nan Madol zu alten Königsruinen durch Bananenplantagen und Mangrovensümpfe machte richtig Spaß.

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Majuro, PKMJ - 11.05.2011 - 820 NM - 6:29

Dies war ein komplett verregneter Flug. Der Abflug hatte sich auch um 30 Minuten verzögert, weil ein Wolkenbruch den Start unmöglich machte.

Unser deutscher Freund Claus half uns am Airport in Majuro bei der Einreise. Im Hotel empfing man uns zuerst unfreundlich und zeigte keine Hilfsbereitschaft an einer Kommunikation, einen Laptop, Handy etc. bereitzustellen. Wir benötigten noch für den Folgetag den Einreisewaiver für die USA. Nachts wurden wir aus dem Bett geschmissen, weil ein Fax vom AFS einging. Aber die grosse Enttäuschung war, die Einreise wurde erst für 2 Tage später genehmigt. Auch nachträgliches Betteln half nichts, es bleibt beim Datum 14.05.2011. Jetzt sind wir auf diesem öden Eiland für 2 Tage gefesselt. Marga schwimmen die Felle davon, nun muss sie hier ihren Geburtstag feiern, der eigentlich in Hawaii stattfinden sollte. Kein Wunder, es ist ja Freitag der 13.

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Lihue, PHLI - 14.05.2011 - 1940 NM - 14:18

Todmüde, aber glücklich landeten wir in Hawaii. Die Taschenlampenarbeit während der Nachtstunden im Flieger wirkte sich schon aus, der Flug war anstrengend, zumal auch das Wetterradar ausfiel und wir oftmals in TC-Wolken mit Fahrstuhlgefühl hineinflogen.

Mit Aloha und frischen Blumenketten wurden wir auf Hawaii sehr freundlich empfangen. Auch die extra von Honolulu eingeflogene Beamtin für Zoll und Immigration war gemütlicher Art und trotz vieler Formulare und Sprengstoffuntersuchung des Flugzeuges waren wir willkommen.

Im Hotel ging es erst mal unter die Dusche und ab ins Bett. Nach 3 Stunden waren wir trotzdem schon wieder auf den Beinen und fuhren bis ans Ende der Nordinsel nach Kailiu. Man denkt, man fährt durch einen riesigen grünen gepflegten Park. Weit und breit sind keine Zigarettenkippen, keine Getränkedosen oder sonstiger Unrat zu sehen. Eine traumhafte Natur begleitet einen auf Schritt und Tritt. Auf der einen Seiten findet man begrünte Berge und auf der anderen Seite den Pazifik.

Heute am 15.5.2011 ging es mit dem Auto zum tiefsten Canyon des Pazifiks hinauf bis auf eine Höhe von 1500 m nach Pun o Kila. Traumhafte Ausblicke in die abfallenden Schluchten erfreuten das Auge. Kauai soll die regenreichste Insel der Welt sein. Dies könnte sogar stimmen, denn es nieselte fortwährend. Kauai erinnert uns an die Azoren, die wir beflogen haben.

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Ralf & Marga Hannemann, 2011