Reisebericht der Charity-Weltreise 2011 (5)


Hanoi, VVNB - 28.04.2011 - 340 NM - 2:40

Problemlos kamen wir aus Hue weg und genauso gut klappte es in Hanoi. Durch den kurzen Flug hatten wir genug Zeit, die Hauptstadt Vietnams zu erkunden. Teils zu Fuß und teils per Fahrradrikscha ließen wir die lebendige Metropole auf uns wirken. Die quirligen Altstadtgassen kann man als einen riesigen Markt bezeichnen, wo von der Schraube über die Sandale bis Chanel No. 5 alles angeboten wird. Mondäne Villen und koloniale Bauten erfreuen das Auge. Gerne hätten wir eigentlich das Ho Chi Minh Mausoleum besucht, aber es war leider schon geschlossen gewesen.

Hanoi wäre ohne einen Ausflug zur Halong Bucht mit ihrer einmaligen Wasserfelsenwelt nur die Hälfte des Erlebnisses gewesen.

Große schöne alte Dschunken, wo die Schiffsfamilien immer auf den Booten leben, warten zu Hunderten auf die Touristen, um sie auf dem südchinesischen Meer zu chauffieren. Wo es zu eng ist, wird schon mal gegenseitig kräftig gerammt.

Abschließend können wir sagen, ob Myanmar, Laos, Kambodscha oder Vietnam, es sind tolle Reiseländer, ob zu Land oder in der Luft, wo wir freundliche Menschen trafen und kennen lernten. Vieles in ihrer Art und Mentalität beruht auf ihrer Religion, dem Buddhismus.

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Hongkong, VHHH - 30.04.2011 - 560 NM - 3:53

In Hanoi wurde abgehoben und schon bald waren wir über dem Luftraum von China. Wir flogen über Nanning, Guiangzhou und viele kleine Orte. Dann war es so weit, Hongkong Approach übernahm uns und endlich nach langer Zeit hörten wir wieder bestes Flugenglisch. Per Radarführung flogen wir auf die 25L zu mit 160 Knoten Anfluggeschwindigkeit im Airliner-Feeling. Ausrollen, Groundinstruktionen erhalten und wir waren auf Hongkong International angekommen. Eine sehr freundliche Begrüßung empfing uns und wir merkten gar nichts von den Einreiseformalitäten. Im Hotel wurden wir von Julia, einer deutschen Hotelmanagerin, persönlich begrüßt und bekamen im 23. Stockwerk eine Extrasuite mit Blick über Hongkong und den Hafen unter uns. Wir waren von Hanoi in einer anderen Welt angekommen. Hongkong hat inzwischen New York den Rang abgelaufen.

Erster Mai, Tag der Arbeit: Bei einem Ausflug nach Macao sahen wir eine Demonstration in der Stadt. Macao ist eine typisch alte portugiesische Kolonie, arm, stinkend und dreckig, was einen an Luanda, Beira und die Kapverdischen Inseln erinnert. Im Zentrum der Stadt war ein Gewusel von Chinesen, weil hier alles billiger ist gegenüber Hongkong, aber dadurch war ein Durchkommen nur mit einem gegenseitigen Anrempeln möglich. Die Spielcasinos reißen die Hochhausnissenhütten und Elendsquartiere in keiner Weise heraus. In unseren Augen ist dies eine enttäuschende Enklave.

Unseren letzten Tag in Hongkong verbrachten wir viel am Schreibtisch, denn endlich geht unser Laptop wieder. Außerdem bummelten wir noch genüsslich durch die Stadt.

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Taipei, RCTP - 03.05.2011 - 510 NM - 3:24

So freundlich wie wir am Hongkong Airport empfangen wurden, so warmherzig wurden wir auch wieder am Flughafen mit Geschenken verabschiedet. Wir hatten einen ruhigen sonnigen Flug über den Wolken nach Taipei. Auch hier wurde uns ein freundlicher Empfang mit Geschenken zuteil und nach der Landung wurde ruck zuck das teure AVGAS in die Flächen gefüllt.

Zeitig im Hotel angekommen, wurde der Rest des Tages damit genutzt mit dem reparierten Laptop auf das Laufende unserer Homepage zu kommen. Es war nicht langweilig, weil wir vom Zimmer aus einen direkten Blick auf den Tower I hatten, der sich aber ab und zu verschämt in Wolken hüllte.

Henry von der Handlingfirma in Taipei nutzte seinen freien Tag uns mit seinem Auto die Stadt zu zeigen. Interessant war die Chiang Kai Shek Gedächtnishalle, die von seinem Leben und Wirken erzählt. Die Wachablösung in der Halle, die wir mit verfolgen konnten, zeigte einen komplizierten Ablaufrhythmus der Soldaten. Natürlich durfte in der Folge auch nicht der Tower fehlen, der aber wieder teilweise in Wolken eingehüllt war. Zum Schluss waren wir noch zum Lunch eingeladen.

Im Gegensatz zu Hongkong ist Taipei eine ruhige, überschaubare und staufreie Stadt.

Unter dem Link http://www.youtube.com/watch?v=c9YDhniRDnI findet man ein Video wie der Geier-Flyer in Taipei in die Parkposition rollt.

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Laoag, RPLI - 05.05.2011 - 470 NM - 3:37

Großen Wirrwarr bekamen wir beim Abflug in Taipei zu spüren. In letzter Sekunde bekamen wir aus militärischen Gunfiring-Gründen ein komplett neues Flugrouting nach Laoag. Anstatt auf der Ostseite mussten wir nun auf der Westseite Taiwans mit vielen Umwegen fliegen. Das Abflugrouting war so neu, dass wir dafür keine SID-Charts hatten, aber mit Radarvektoren war es kein Problem.

Unser Sprithändler in Laoag wartete schon auf uns und das Auftanken ging flott, aber das war auch schon alles. Mr. Abadilla war in keiner Weise bereit, auch nur einen Handschlag oder Hilfestellung darüber hinaus für uns zu erledigen. Der Zoll, Immigration und Gesundheitspolizei bedienten sich mit hohen Dollarbeträgen, leider nicht verhandelbar. Da Mr. Abadilla das Sagen am Airport hatte, ist nicht auszuschließen, dass er an den Dollars mit verdiente.
Laoag ist ein überbevölkertes, armes Nest, das bei Dunkelheit gefährlich ist.

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Guam, PGUM - 06.05.2011 - 1469 NM - 12:49

Der Abflug in Laoag verzögerte sich, weil keiner der geldgierigen und korrupten Beamten am verschlafenen Provinzflughafen pünktlich war. Auf dem Flug nach Guam beherrschte der Gegenwind unseren Geier-Flyer. Statt 11 Stunden Flug wurden es 13. Dazu fiel während des Nachtfluges die Beleuchtung für das Motormanagement mit einem weiteren Teil für die Instrumentierung aus. So wurde der Anflug mit Taschenlampen mehr als lustig!

Nach den aufwändigen Einreiseformalitäten (US-Territorium) waren wir froh nachts um 02.00 Uhr unter die Dusche springen zu können.

Am Folgetag waren erst mal 3 Stunden lang Telefonate zu erledigen zwecks Betankung, Weiterflug, Flugplanaufgabe zum PPR-Platz Chuuk /Weno Island und Bezahlung von 3 Fässern AVGAS, die für uns nach Majuro verschifft wurden.

Dann allerdings brausten wir mit einem Mietwagen los und umrundeten die ganze Insel. Der Süden von Guam ist naturmäßig gefällig, der andere Teil an sich belanglos. Die Insel ist von vielen Japanern bevölkert und genauso viele japanische Touristen sind hier anzutreffen.

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Ralf & Marga Hannemann, 2011