Reisebericht der Charity-Weltreise 2011 (4)


U-Taphao, VTBU - 20.04.2011 - 365 NM - 2:47

Unsere Spritkalkulation von Dhaka bis nach U-Taphao ist aufgegangen. 5 Starts und Landungen durch Myanmar und Laos, wo ein AVGAS verfügbar ist, ergaben bis zum heutigen Auftanken in Thailand 13:37 Flugstunden mit ausreichender Reserve. Nun konnten wir endlich 5 Fässer nachfüllen, was natürlich eine gewisse Zeit beanspruchte. Unser Freund und Earthrounder Norm, der mit seiner Frau in Thailand wohnt, ließ es sich nicht nehmen, uns auf dem Zwischenstopp zu begrüßen.

(nach oben)


Siem Reap, VDSR - 20.4.2011 - 182 NM - 1:31

Am frühen Nachmittag ging es gleich weiter nach Siem Reap, begleitet von vielen Gewittern. Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool.

Tags drauf brachte uns ein Tuk Tuk nach Angkor Wat, das wir ausgiebig erkundeten, aber uns nicht sonderlich beeindruckte. Den zweiten Tag besichtigten wir viele weitere alte Tempel in Angkor Thom. Als Juwel empfanden wir Ta Prohm. Hier verschmelzen Tempel und Riesenbäume mit ihren Wurzeln ineinander. Die ganze Zeit begleitete uns der Gesang der Zikaden und umherflatternde bunte Falter.

(nach oben)


Phnom Penh, VDPP - 23.04.2011 - 135 NM - 1:12

Ein kurzer VFR- Flug durch Kumuluswolken brachte uns zum nächsten Ziel. Wir landeten sozusagen in einem botanischen Garten, denn der Flughafen ist mit wunderschönen Blumen angelegt. Eine halbe Stunde ging es quer durch die Stadt zum Hotel und so bekamen wir die ersten Eindrücke. Wie in den Ländern zuvor sind hier die Menschen zu Hunderttausenden auf Motorrollern unterwegs und der Verkehr geht kreuz und quer, aber harmonisiert ohne Unfall vonstatten. Wenn nur 50 % davon ein Auto hätten, gäbe es wahrscheinlich wie in Dhaka Stillstand. Sehr viele der Motorisierten tragen Mundschutzmasken oder Tücher vor dem ganzen Gesicht, aber leben diese Menschen dadurch gesünder? Alle 50 Meter sah man Polizei auf der Straße. Der vietnamesische Ministerpräsident schwebte kurz nach uns ein und stieg im gleichen Hotel wie wir ab, natürlich mit einem roten Teppich.

Wir trafen uns hier mit einem Fliegerfreund, Norbert Klein, der bereits 1957 in München-Oberwiesenfeld seine ersten Flugversuche machte. Er lebt hier schon länger und zeigte uns die Stadt und wir besuchten gemeinsam die Gedenkstätte „Choeung Ek Genocical Center“ der Roten Khmer.

(nach oben)


Ho Chi Minh, VVTS - 24.04.2011 - 135 NM - 1:43

Ho Ho Chi Minh war der Schlachtruf der 60er-Jahre gewesen. Ich hatte sogar eine Mao-Fibel nach langem Suchen in einer großen Münchner Buchhandlung erstanden (in Deutsch). Heute ist Saigon eine sehr ansprechende quirlige und lebendige City. Abends gleicht der Motorrollerverkehr einem Karussell, das sich immer schneller dreht bis ins Unermessliche. Alles ist in Bewegung und die schönen Parks sind belagert, wo alle ihr mitgebrachtes Essen und Trinken verzehren. Es ist eine erlebnisreiche tolle Stadt beim südchinesischen Meer.

(nach oben)


Hue Phu Bai, VVPB - 25.04.2011 - 485 NM - 4:06

Mit viel Wind auf der Schnauze und militärbedingten Umwegen erreichten wir mit 50-minütiger Verspätung Hue. Mit großem Aufwand wurde anschließend Autosprit aus der Stadt geholt und mit einem 5-Liter-Eimer in die Tanks gefüllt. Das geschah alles unter den Augen des Militärs. Zwischendurch musste für 45 Minuten unsere Betankung unterbrochen werden bis ein gelandeter Jet wieder abgeflogen war.

Heute am Dienstag, 26.04.2011, nahmen uns die Zitadelle und die Königsstadt gefangen. Auch die purpurne verbotene Stadt mit den ehemaligen Palästen für den König und seine Konkubinen durften wir betreten. Alles ist in das Welterbe der UNESCO aufgenommen. Nachdem uns schon die Füße rauchten, ließen wir uns zurück per Fahrradrikscha transportieren. Nachmittags begleitete uns auf einer privaten Drachenbootsfahrt der Duft von Parfüm auf dem sogenannten Parfüm-Fluss, der uns zur Thien-Mu-Pagode führte.

Am heutigen Mittwoch führte uns ein Ausflug nach Hoi An, eine alte Stadt mit vielen schönen Holzhäusern und Schnitzereien. Über den Wolkenpass mit typisch tropischer Vegetation ging es zurück nach Hue. Leider war die Sicht wie üblich durch starken Dunst sehr schlecht. Das Meer und der Himmel verschmolzen miteinander. Insgesamt dauerte die Fahrt ohne Besichtigung 6 Stunden.

(nach oben)


zu Seite [ 1 ] [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ] [ 5 ] [ 6 ] [ 7 ] [ 8 ] [ 9 ] [ 10 ] [ 11 ]

Zur Bildergalerie.

< zurück zur Reise-Übersicht

Ralf & Marga Hannemann, 2011